Autor Thema: Katyn - ungesühntes Verbrechen  (Gelesen 1594 mal)

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Offline zirkulon

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Katyn - ungesühntes Verbrechen
« am: Fr, 01. Juni 2007, 11:50 »
Titel: Katyn - ungesühntes Verbrechen
Herausgeber: Josef Machiewicz
Verlag: Thomas Verlag Zürich
Erscheinungsdatum: 1949
Seitenzahl: 240
ISBN: nicht vorhanden
Sonstiges:

Kurzer Abriss des Verlages

Wer erinnerte sich nicht der Empörung, die die Weltöffentlichkeit ergriffen hat, als sie während des letzten Krieges die Schreckensnacht vom gemeinsamen Meuchelmord an 10.000 polnischen Offizieren erfahren musste. Zwischen den Kriegsparteien entstand ein Radiokrieg über den Täter dieser ruchlosen Tat, doch keine neutrale Stelle wollte die unparteiische Untersuchung des Verbrechens durchführen.

Über die diplomatischen Verhandlungen aber, die sich damals ohne Wissen der Öffentlichkeit abspielten, berichtet in eindrücklicher Weise die von einem Polen verfasste Broschüre. Josef Mackiewicz ist wie kein Zweiter berufen, einen Bericht über den Massenmord von Katyn zu schreiben. Sein Buch liest sich spannend wie ein Kriminalroman und ist mit den Geheimakten der polnischen Regierung und Fotografien ausgezeichnet dokumentiert. Der Verfasser streift in seinem Werke auch die Methoden, mit welchen der Fall Katyn im " Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozess " behandelt wurde.

Mit seinem aufrüttelnden Bericht gelingt es dem Autor, eindrücklich nachzuweisen, wer der Täter dieses ungesühnten Verbrechens ist.
Thomas Verlag Zürich

Gruß
Michael
« Letzte Änderung: Mi, 30. Juni 2010, 13:53 von Adjutant »
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Re: Katyn - ungesühntes Verbrechen
« Antwort #1 am: Fr, 01. Juni 2007, 13:42 »
Auszug:

Bange Sorge befällt die Familien in Polen

Worauf gründet sich jedoch die Gewissheit, dass diese 15.000 Gefangenen im Frühjahr 1940 verschwunden sind? Warum sind nicht später oder früher, sondern eben genau im April und Mai dieses Jahres alle Verbindungen mit ihnen abgerissen? Es war der erste Frühling des Zweiten Weltkrieges. Vielleicht erinnern sich deshalb so viele Leute, darunter auch ich, seiner so besonders gut. Während sich die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf die Ereignisse in Westeuropa konzentrierte, blieb in unserem Teil der Welt, unter sowjetischer Besatzung, das Leben still und traurig, obwohl die Knospen an den Bäumen zu sprießen begannen.

Hoffnung war das tägliche Brot, von dem wir lebten und die an jedem neuen Kalenderblatt klebte. Die Leute erwarteten so viel von dem kommenden Frühling. Als er dann schließlich kam - versagte er die Erfüllung dieser allgemeinen Hoffnung. Nur schlechte Nachrichten trafen ein, und schließlich kam für viele das Schlimmste: alle Nachrichten von Starobielsk, Kozielsk und Ostaaschkow blieben aus!

Zuerst sprachen die Leute mit Trauer darüber, später mit banger Sorge, bis zuletzt eine Panik die Betroffenen ergriff. Angenommen, jeder der verschwundenen habe nur drei Familienmitglieder in Polen hinterlassen, so sind es insgesamt 45.000 Frauen, Mütter, Väter, Kinder, Brüder, Schwestern und andere Leute, die sich Sorgen machten und nun plötzlich von Angst ergriffen wurden. In Wirklichkeit waren es noch viel, viel mehr. Diese Bitterkeit fing im Mai 1940 an und wuchs mit jedem Monat. Wir müssen unsere Leser daran erinnern, dass die Gefangenen der fraglichen drei Lager die Erlaubnis hatten, mit ihren Familien zu korrespondieren und von ihnen Briefe zu empfangen. Wie diese Korrespondenz durch die Lagerbehörden geregelt war, wissen wir aus vielen Berichten u. a. aus der Darstellung des früher erwähnten Leutnants Mlnynarski.

Ich selbst kannte Dutzende von Leuten, darunter manche meiner eigenen Verwandten, die mit den Gefangenen jener Lager korrespondierten. Ganz plötzlich im April trafen keine Nachrichten mehr aus den Lagern ein. Die Leute warteten noch den ganzen Monat Mai über und schoben die Schuld für die Verzögerung auf die Unzulänglichkeit des sowjetischen Postdienstes. Aber immer noch kamen keine Briefe. Erst dann, als einige der an die Lager gesandten Briefe mit der Bemerkung zurückkommen: " Zurück, Adressat unbekannt", wurden die Leute ernstlich besorgt. Andere Briefe kamen weder zurück noch wurden sie beantwortet.

Ich entsinne mich eines Tages anfangs Juni, wo eine Frau aus der Nachbarschaft mit einer zerknitterten Postkarte in der Hand zu mir kam. Sie war nach Kozielsk adressiert. Mit schmutzigen Fingerabdrücken von Postbeamten befleckt, enthielt sie eine unleserlich darauf gekritzelte Bemerkung und den Stempel " Zurück ".

"Ich bin so in Unruhe ", klagte sie; "der letzte Brief, den ich von meinem Mann erhielt, war aus den letzten Märztagen, jetzt ist es  Juni" und sie streckte die Hand mit der Karte aus und sagte weiter: " Mein Fall ist nicht der einzige. Ich weiß bestimmt von anderen, dass auch sie in der letzten Zeit keine Antworten bekommen haben! "

Ich drehte die Postkarte in meiner Hand um und las darauf die ersten Worte in einer ungelenken großen Handschrift: " Mein Liebster Wladeczek"... am Schluss war ein Tintenfleck. Die Frau, die meinen Blicken gefolgt war, beeilte sich zu erklären: " O, hier hat Stas seine Unterschrift für seinen Vater hinzufügen wollen, aber es missglückte ihm... Ach, was ist denn nur los mit ihm - ich meine mit dem Vati von Stas? " Sie lächelte verlegen, als fürchte sie, sich nicht klar genug ausgedrückt zu haben.

" Sie brauchen sich noch nicht zu beunruhigen " murmelte ich. " Haben wir nicht genug Beweise für die Schlamperei in Russland? Die ungeheuren Entfernungen... Beförderungsschwierigkeiten. Möglicherweise werden sie irgendwohin weiter geschickt. Es kann Monate dauern, bis die Nachrichten eintreffen. "

Ja, genau so unterliegen wir dem Bann dieser Entfernungen, dieses weiten Raumes. Es gibt viele, die sich einbilden, man könne durch die Sowjetunion wandern wie ein Fisch im Meer oder ein Tier im Dschungel. Eines Tages werden sie zwangsläufig wieder erscheinen... Wie wahr ist das Sprichwort " Hoffnung ist die Mutter des Toren" Welche törichte Hoffnung hätschelten wir in unseren Herzen: Unseren Gefangenen könne nichts Böses widerfahren, schließlich sei ja die Sowjetunion gar nicht im Kriegszustand mit Polen und niemals sei uns der Krieg erklärt worden, in Wirklichkeit seien sie ja keine Gefangenen, sondern nur Internierte, selbst wenn man internationale Verträge nicht anerkenne, so sei es doch nicht möglich, über eine gewisse Grenze der internationalen Moral hinauszugehen. Möglicherweise seien unsere Männer nicht in bester Verfassung, aber sicherlich noch am Leben, obwohl jede Spur und jede Kunde von Ihnen zeitweilig verloren seien...

Wir pendelten zwischen Angst und Hoffnung hin und her und warteten. Aber nachdem einmal die Korrespondenz im April - Mai 1940 aufhörte, kam von keinem jemals wieder ein Brief. Die schon weit über das Land verbreitete Angst steckte bald auch jene an, die vom Rest ihrer Lagerkameraden abgesondert und in Griasowietz gesammelt waren. Sie durften noch mit ihren Familien korrespondieren. Darüber schrieb Major Czapski in seinem schon im vorigen Kapitel erwähnten Büchlein: " Bald fingen wir an, uns über das Schicksal unserer früheren Lagerkameraden zu beunruhigen, da jede aus Polen kommende Postkarte ängstliche Nachforschungen über das Geschick anderer Gefangener enthielt, die in Starobielsk, Kozielsk und Ostaschkow gewesen waren. Aufgrund dieser Postkarten kamen wir zu dem Schluss, dass wir schon im Sommer 1940 die einzigen Gefangenen aus jenen drei Lagern waren, von denen noch Nachrichten nach Polen gelangten. "

Gegen Ende 1939 deportierten die Sowjetbehörden, zusammen mit Tausenden von andern, eine polnische Frau, Alexandra Urbanski, nach Kasachstan. Ihr Mann, Leutnant Ryszard Urbanski, im Zivilberuf Volksschullehrer, war ein Gefangener des Kozielsker Lagers. Seine Frau befand sich in Rodnikowka im Bezirk Aktiubiska, von dort stand sie in regelmäßigem Briefwechsel mit ihrem Mann in Kozielsk. Von März 1940 an brach der Briefwechsel völlig ab. Die verzweifelte Frau wandte sich zweimal an die örtlichen Behörden, man sagte ihr dort, diese Angelegenheiten seien Sache der NKWD, also schrieb sie eine Eingabe, in der Sie eine Erklärung über das Verbleiben ihres Mannes erbat. Diese Eingabe wanderte lange Zeit von einem Amt zum andern, bis sie an die Smolensker NKWD gelangte.

Sie wurde schließlich zurückbefördert mit der Bemerkung eines NKWD - Beamten in Smolensk, der schrieb: " Bitte die Antragstellerin zu benachrichtigen, dass ihr Mann am 6. Mai 1940 in ein unbekanntes Lager verlegt worden ist."

Ich habe dieses Dokument selbst gesehen und habe alles Recht zu glauben, dass es nunmehr zusammen mit vielen anderen ähnlicher Art in den Händen der alliierten Behörden ist. Ein polnischer Soldat im Ausland, der seinen Namen nicht veröffentlicht haben will, berichtete folgende Geschichte: " Mein Vater, ein Oberinspektor der polnischen Polizei in Zdolbunow, war durch sowjetische Behörden festgenommen und ins Lager Ostaschkow verbracht worden. Von dort pflegte er sehr regelmäßig Briefe zu schreiben. Am 13. April 1940 wurde ich mit meiner Mutter und meiner Schwester zusammen von Zdolbunow nach Kasachstan deportiert. Nach unserer Ankunft dort versuchten wir mit unserem Vater in Verbindung zu kommen, aber ohne Erfolg, wir bekamen keine Antwort auf unsere Briefe. Darüber beunruhigt, erkundigten wir uns bei den örtlichen Behörden, dann bei der Zentrale der NKWD und der Generalstaatsanwaltschaft. Ich schrieb sogar eine Eingabe an Stalin selbst. Wir blieben ohne Antwort. Nach dem ich schon alle Hoffnung aufgegeben hatte, kam plötzlich im Frühjahr 1941 ein Schreiben von der Staatsanwaltschaft Ostaschkow an, worin zu lesen war: " Das Lager, in dem ihr Vater interniert war, wurde im Frühjahr 1940 aufgelöst. Der jetzige Aufenthalt ihres Vaters ist nicht bekannt. "

Gruß
Michael
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Re: Katyn - ungesühntes Verbrechen
« Antwort #2 am: Fr, 01. Juni 2007, 14:31 »
Auszug:

Heute, wo die öffentliche Meinung der ganzen Welt mit endlosen Schilderungen von Massenmorden und Konzentrationslagern der Deutschen gefüttert wird, weiß sie nichts über die von den Bolschewisten zur Zeit ihres Rückzuges im Jahre 1941 begangenen Untaten, oder sie will nichts davon wissen. Der ganzen Grenze entlang gab es zahlreiche Gefängnisse. Als nach dem Rückzug der Roten Armee deren Tore aufgebrochen wurden, befanden sich dort ganze Haufen von Leichen

In der Erzählung eines Augenzeugen aus Waskowicze, einer Ortschaft im Kreis Dzisna, Bezirk Wilna, dessen Äußerungen schriftlich niedergelegt und im Archiv der polnischen Armee unter der Katalognummer 15.741 aufbewahrt sind, heißt es: " Im Jahre 1941 versuchten die Bolschewisten beim Rückzug vor den Deutschen, alle Priester in ihren Pfarreien in die Hand zu bekommen und umzubringen. Unserem Priester gelang die Flucht aus der kleinen Stadt, und er hielt sich in einem der Dörfer verborgen. In der Pfarrei Jazno glückte es den Bolschewiki, den Priester festzunehmen..."

Unter der Nummer 15.744 lesen wie die Erklärung eines Einwohners von Wiazyn im Kreis Wilejkaa:" ... Als sich nach den Abzug der Bolschewisten die Tore der Gefängnisse von Wilejka öffneten, bot sich den entsetzten Augen der Einheimischen ein grauenvolles Bild verstümmelter Gefangener. In einer der Zellen fand man einen Mann, der an einem durch seinen Kiefer gezogenen Stacheldraht aufgehängt war, in einer anderen Zelle fand man die Leichen einiger Männer und Frauen, völlig nackt, mit abgeschnittenen Ohren und ausgestochenen Augen. Im angrenzenden Garten entdeckte man frisch aufgeworfene Erde, beim Ausgraben fand man hunderte von Leichen. Sie alle waren Opfer der von der NKWD begangenen Massenmorde."

Noch bekannter war das Gemetzel in Berezwecz, Bezirk Wilna, wo sich ein großes Gefängnis befand. Die meisten der Gefangenen gehörten zur einheimischen Bauernschaft und waren einer negativen Einstellung gegenüber der Sowjetbehörde beschuldigt worden. Bei Kriegsausbruch war keine Zeit mehr zur Räumung und sie wurden sämtlich umgebracht. Ein paar Stunden nach Ankunft der Deutschen wurden die Gefängnistore aufgebrochen und 4000 Leichen gefunden.
Besonders charakteristisch war der Massenmord an den Insassen eines sowjetischen Konzentrationslagers in Prowienizcki. Aufgrund von Nachrichten, Dokumenten und Angaben der zwei einzigen, das Massaker überlebenden Augenzeugen spielte sich die Sache folgendermaßen ab:
Prowieniczki liegt auf früher litauischem Gebiets. Während der sowjetischen Besetzung 1940/41, nach Errichtung der litauischen sozialistischen Sowjetrepublik, wurde dort ein Konzentrationslager eingerichtet, das sowohl für politische wie für kriminelle Häftlinge bestimmt war. Bei Ausbruch des Russisch - Deutschen Krieges wurde ein Teil der Gefangenen fortgeschafft. Etwa 500 verbliebenen im Gewahrsam einer von den Bolschewiki gebildeten litauischen Lagerwache. Im Augenblick, da jedermann die Rote Armee schon aus der Gegend verschwunden glaubte, riß die litauische Miliz das rote Banner herab und hißte eine Fahne in den litauischen Nationalfarben. Nach einiger Zeit näherte sich dem Lager eine Abteilung von Panzern, die die Lagerwache irrtümlich für deutsche Panzer hielt. Doch es stellte sich heraus, dass es sowjetische waren...
Die Bolschewisten umstellten das Lager, ermordeten zuerst die litauischen Wachen, die sie des Verrats beschuldigten und befahlen dann allen Gefangenen, sich im Hofe zu versammeln. Nachdem dies geschehen, rollten die Panzer in die Menge, aus allen ihren Maschinengewehren feuernd. Die von panischem Entsetzen ergriffene Masse der Gefangenen, die sich umzingelt sah, schwankte hin und her und drängte sich in noch dichteren Haufen zusammen, wobei jeder vergeblich Schutz suchte hinter den Körpern der ihn Umgebenden, ob sie nun schon tot oder noch am Leben waren
Im Handumdrehen lagen alle 500 auf den Boden hingestreckt, wie die Ähren eines abgemähten Kornfeldes. Rotarmisten kamen in den Hof und erledigten diejenigen, die noch Lebenszeichen gaben, vollends mit Bajonettstichen. Von der Gesamtzahl blieben nur zwei am Leben, ein Verwundeter, den sie irgendwie übersehen haben mussten und ein zweiter, unversehrter, der, zu Boden gefallen, seinen Kopf in Blut und Gehirn eines neben ihm liegenden Leichnams getaucht hatte und so darin scheinbar als Toter verblieb. Diese beiden waren in der Lage, die fürchterliche Geschichte des Massakers zu erzählen.
Doch der bekannteste all dieser durch Sowjetbehörden in Polen vergübten Massenmorde ist das Massaker in den Lemberger Gefängnissen am Vorabend der Einnahme der Stadt durch die Deutschen.
Die deutsche Propaganda hat ausgiebigen Gebrauch von diesen Tatsachen gemacht, ihre Presse mit detaillierten Berichten und Fotografien gefüllt und sogar ausländische Berichterstatter zur Besichtigung dieser Stätten entsetzlicher Verbrechen eingeladen. In Lemberg wurden mehr als 1200 Gefangene umgebracht, und zwar allein aus der Zahl derer, die nicht rechtzeitig nach Russland fortgeschafft werden konnten.
Auf polnischer Seite hatte man noch nicht alle erreichbaren Dokumente darüber gesammelt. Das einzige veröffentlichte Werk ist eine von Prof. W. Studnitzki geschriebene Broschüre mit dem Titel " Die sowjetrussische Herrschaft in Ostpolen ". Der Verfasser hatte sich persönlich während der deutschen Besatzung nach Lemberg begeben, um alle zugänglichen Beweismaterialien zu sammeln. Auf Seite 45 seiner Broschüre schreibt er: " Am Vorabend des Abzuges der Sowjetbehörden und des Abzuges der Roten Armee aus Lemberg unter dem Druck der vorrückenden Deutschen begann die Schießerei. Ihr fielen in erster Linie jene zum Opfer, deren Zurückbleiben den Bolschewisten am gefährlichsten schien. Das Erschießen ging folgendermaßen vor sich: Jeder Gefangene wurden namentlich aufgerufen, dann in den Keller geführt und unversehens in den Nacken geschossen, auf diese Weise wurden 600 Ukrainer, 400 Polen und 220 Juden umgebracht. "
Wie schon erwähnt, wurden ähnliche Massaker überall in dem ungeheuren, vom finnischen Meerbusen bis zum schwarzen Meer sich erstreckenden Raume verübt. Etwas später wurde ein Massengrab, wahrscheinlich das größte von allen, in der Stadt Winnitza in der Ukraine entdeckt, dort hatten die Bolschewiken alle jene Ukrainer umgebracht, die wegen Sympathisierens mit der nationalen ukrainischen Bewegung eingesperrt waren, deren Ziel die Errichtung einer freien, unabhängigen Ukraine war.
Neben all diesen Bluttaten, die in der Kriegswut begangen wurden, und der schweren Erschütterung, die die ganze Welt heimsuchte, hatte es den Anschein, als sei das Geschick jener 15.000 polnischen Offiziere und Soldaten, die nach ihrer Gefangensetzung auf sowjetischem Gebiet beinahe anderthalb Jahre früher auf geheimnisvolle Weise verschwunden waren, in Vergessenheit geraten und habe an Bedeutung verloren. Aber es kam so, dass ausgerechnet dieser neue Sturm, dem die sowjetische Katastrophe und eine neue Konstellation der internationalen Lage folgte, das Rätsel dieses größten Kriegsverbrechens ans Tageslicht brachte, so wie die sturmgepeitschte See oft Trümmer eines längst vergessenen Wracks vom Meeresgrund aufwühlt und an die Küste spült, gerade vor die Füße einiger erstaunter Seeleute.

Gruß
Michael
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Re: Katyn - ungesühntes Verbrechen
« Antwort #3 am: Fr, 01. Juni 2007, 17:01 »
Auszug:

......
Unter anderem, eigentlich schon vorher, geschah etwas, das im Vergleich mit anderen Ereignissen kaum interessierte und wegen seiner geringen Bedeutung kaum beachtet wurde. Die Deutschen hatten der Kette von Verletzungen des internationalen Rechts und der Kriegsgesetze ein weiteres Glied hinzugefügt: sie organisierten die zwangsweise Rekrutierung der Bevölkerung in den besetzten Gebieten zu dem Zwecke, sie direkt ihrer Kriegsführung nutzbar zu machen. Unter diesen Rekrutierten befanden sich viele Polen, Arbeiter, Fuhrleute, Chauffeure und andere, die für die "Organisation Todt" mobilisiert wurden. Viele von ihnen wurden schon im Sommer 1942 an die russische Front geschickt.
Und dort, nahe an der Front, befand sich unter anderen Städten eine namens Smolensk, die schon seit Juli 1941 in die Hände der Deutschen gefallen war. 12 km westlich Smolensk war eine kleine Bahnstation mit Namen Gniezdowo und 4 km von Gniezdowo ein Forst, der Katyn Wald genannt. Ein Teil dieses Waldes hatte den Namen " Ziegenhügel " (Kosji Gory). Und in nächster Nachbarschaft des Ziegenhügels lebte ein alter Bauer namens Partemon Kiesilew, der damals 72 Jahre alt war.
Und es traf sich, dass irgendwo zur gleichen Zeit, als die Sowjetregierung ihre Aktennotiz vom 10. Juli 1942 übergab, worin sie behauptete, sie hätte keine Ahnung, was mit den vermissten polnischen Gefangenen geschehen sein könnte... und etwa um die gleiche Zeit, da Botschafter Kot zum letzten Mal mit Kommissar Wyschinski sprach - etwa zur gleichen Zeit, da in dem nebligen, fernen London die polnische Regierung den Text ihrer fünfzigsten (oder waren es mehr?) diplomatischen Note diskutierte... es traf sich also, dass in dieser gleichen Zeit ein paar polnische Arbeiter, die von den Deutschen zur Zwangsarbeit in die Gegend von Smolensk gebracht worden waren, der Hütte des alten Partemon Kisielew einen Besuch abstattete. In den kommenden Monaten erwähnte Kisielew niemals irgend jemandem darüber, worüber er mit diesen Polen an jenem Sommerabend gesprochen hatte. Warum sollte er auch? Wen ging es etwas an? Die Leute in diesem Teil der Welt sind nicht sehr gesprächig...
Das war im Juli 1942.

Aber erst am 13. April 1943, um 9:15 Uhr nach New Yorker Zeit, wurde die Welt durch den Berliner Rundfunk über etwas unterrichtet, was auch das Thema der Unterhaltung in Kisielews Hütte hätte sein können. Die Berliner Botschaft lautete folgendermaßen:
" Aus Smolensk wird berichtet, dass die einheimische Bevölkerung den deutschen Behörden einen Ort angezeigt hat, wo die Bolschewiken heimlichen Massenexekutionen ausgeführt haben und wo die GPU 10.000 polnische Offiziere umgebracht hat. Die deutschen Behörden besichtigen den Platz, eine sowjetische Sommerresidenz, Kosji Gory genannt, und machten eine ganz entsetzliche Entdeckung. Man fand eine große Grube, 28 m lang und 16 m breit, die mit 12 Schichten von Leichen polnischer Offiziere angefüllt war, deren Zahl sich auf etwa 3000 beläuft. Sie waren in voller militärischer Uniform und während viele von ihnen an den Händen gefesselt waren , hatten alle Schusswunden am Hinterkopf, von Pistolenschüssen her rührend. Die Identifizierung der Leichen wird wegen der konservierenden Bodenbeschaffenheit keine großen Schwierigkeiten machen, besonders auch, da die Bolschewiken den Leichen die Personalpapiere belassen hatten. Es wurde bereits mit Sicherheit festgestellt, dass sich unter den Ermordeten General Smorawinski aus Lublin befand. Diese Offiziere hatten sich vorher in Kozielsk bei Orel befunden, von wo sie im Februar und März 1940 nach Smolensk und von dort in Lastwagen nach Kosji Gory transportiert wurden, wo sie alle miteinander durch die Bolschewiken umgebracht wurden. Die Auffindung und Suche nach weiteren Massengräbern ist im Gange. Unter schon ausgegrabenen Schichten wurden neue gefunden... Die Gesamtzahl der ermordeten Offiziere wird auf 10.000 geschätzt, eine Zahl, die mehr oder weniger der Gesamtzahl polnischer Offiziere entsprechen würde, die von den Bolschewiken gefangen genommen wurden. Norwegische Presseberichterstatter, die zur Besichtigung des Ortes ankamen um sich mit eigenen Augen von der Wahrheit überzeugen konnten, haben über das Verbrechen an die Osloer Zeitungen berichtet."

Es war keine Übertreibung, wenn man feststellte, diese Nachrichten seien fürchterlich. Es war ein Verbrechen, das sogar während dieses an Verbrechen so überreichen Krieges alle anderen an Größe und Schwere übertraf. Die erste Reaktion der demokratischen Welt war: nicht daran zu glauben. Nicht daran zu glauben, vor allem, weil die Meldung von den Deutschen veröffentlicht wurde, auf deren Gewissen so viele von ihnen selbst verübten Verbrechen lasteten. Weiteste Kreise der Öffentlichkeit in der westlichen Welt hatten natürlich keine Ahnung von dem Fall der 15.000 vermissten polnischen Offiziere, von der über ein Jahr andauernden vergeblichen Suche und von den vielen anderen bekannten Einzelheiten, die niemals in der alliierten Presse veröffentlicht worden waren.

Inzwischen lieferte der Berliner Rundfunk in seinen nächsten Sendungen weitere Einzelheiten:
" In den Sommermonaten 1942 hatten einige Polen, Angehörige von denen der deutschen Armee zugeteilten Arbeitskommandos, und einige Zivilisten, die aus der Sklaverei der Bolschewiken befreit worden waren, durch die einheimische Bevölkerung in Erfahrung gebracht, dass die Bolschewiken Exekutionen von Polen in der Umgebung von Smolensk ausgeführt hatten. Aus diesen Gerüchten war ferner zu entnehmen, dass die ermordeten Männer höchstwahrscheinlich in dem Katyn - Wald vergraben seien, der rechts einer Hauptstraße liegt, die von der Smolensk - Katyner Straße zum Sommerhaus der NKWD (früher GPU.) führt. Offenbar waren im Bahnhof Gniezdowo wiederholt Transporte von kriegsgefangenen polnischen Offizieren angekommen, die gleich darauf in Lastwagen umgeladen und in den nahe gelegenen Katyn - Wald gefahren wurden. Die erwähnten Personen interessierten sich für das Schicksal ihrer Landsleute und fingen an auf einem kleinen Hügel zu graben, der schon auf den ersten Blick künstlich erschien und nicht zu der natürlichen Umgebung passte. Und tatsächlich stießen sie bald auf den Leichnam eines polnischen Offiziers, was durch die Uniformen, die er an hatte, bewiesen wurde. Anfänglich vermutete niemand dass es sich bei der Entdeckung um ein Massengrab handelte. Da die deutsche Einheit, der diese Polen zugeteilt waren, die Gegend verließ, mussten die polnischen Arbeiter weitere Nachforschungen aufgeben.
Noch unter den Nachwirkungen des Terrors der bolschewistischen Herrschaft stehend, wiederholte die einheimische Bevölkerung nur ungern, was sie im Jahre 1940 erlebt hatte. Erst im Frühling 1943 gelangten Nachrichten über im Katyn - Wald vergrabene Leichen erstmals an die deutschen höheren Dienststellen. Daraufhin stellten die Behörden systematische und gründliche Nachforschungen an, die Schritt für Schritt gestatteten, mit erschreckender Genauigkeit die Geschehnisse zu rekonstruieren, die dem Massenmord unmittelbar vorausgingen. Und eine Einzelheit nach der anderen wurde enthüllt. Unter Eid abgegebene Erklärungen vieler Zeugen werfen ein klares Licht auf die ganze Sache und stimmen mit den aus der Exhumierung gewonnenen Beobachtungen überein. Diese Erklärungen bezeugen auch, dass der Katyn - Wald schon seit vielen Jahren von der GPU als Hinrichtungsplatz verwendet wurde."

Das alles schlug wie eine Bombe in London ein. Britische Regierungskreise wussten sehr wohl, dass die von den Deutschen angegebene Zahl der Ermordeten so ziemlich der Zahl der vermissten Gefangenen gleichkam, nach denen die polnische Regierung in der Sowjetunion geforscht hatte. Überdies war der britischen Regierung der Text der polnischen diplomatischen Noten wohlbekannt, ebenso die Einzelheiten der in dieser Sache geführten Unterredungen, und sie wusste auch ganz genau, wie die, den Polen von der Sowjetregierung erteilten Antworten, gelautet hatten.
Am Abend verkündete der deutsche Rundfunk den Text der von dem alten Partemo Kisielew gegebenen Erklärung, aus der die Welt erfuhr, was jene Polen in seiner Hütte im Jahre 1942 zu tun hatten. Offenbar hatten sie etwas von den ermordeten polnischen Offizieren vernommen, und man hatte ihnen gesagt, Kisielew wisse mehr darüber als andere Einheimische, weil er am Nächsten an dem Ort wohnte. Und daher statteten ihm zehn zur "Organisation Todt" gehörende Polen einen Besuch ab. Das war im Juli. Nachdem sie sich von der Wahrheit überzeugt hatten, füllten sie das von Ihnen gegrabene Loch wieder auf und stellten zwei aus Birkenholz geschnitzte Kreuze auf dem Grabe auf.

Am 14. April herrschte den ganzen Tag über im alliierten Lager peinliches Schweigen. Doch 48 Stunden, nachdem die Entdeckungen der Welt durch den deutschen Rundfunk verkündet worden waren, gab die Sowjetunion eine Erklärung ab - die gleiche Sowjetregierung, die während des ganzen letzten Jahres keinerlei Angaben über den Aufenthalt der vermissten polnischen Gefangenen zu geben vermochte... die gleiche Regierung, deren Diktator Stalin zusammen mit seinen Ministern und den Chefs seiner politischen Polizei, der NKWD, den Lagerkommandanten und all den anderen Beamten dieses unermesslichen Staates, zu nichts anderen im Stande war, als die Hände auszubreiten und hilflos mit den Achseln zu zucken..... diese selbe Regierung, gab nun ganz plötzlich durch ihre amtliche Nachennachrichtenagentur TASS folgende Erklärung ab, als handelte es sich um eine längst allgemein bekannte Tatsache:
"Die fraglichen polnischen Gefangenen waren in der Umgebung von Smolensk in besonderen Lagern untergebracht und beim Straßenbau beschäftigt. Da ihre Evakuierung zur Zeit des Herrannahens der deutschen Truppen unmöglich war, fielen sie in deren Hände. Wenn Sie also nun ermordet und aufgefunden worden sind, so hat das zu bedeuten, dass sie von den Deutschen ermordet wurden, die nunmehr aus provokatorischen Gründen behaupten, das Verbrechen sei von sowjetischen Stellen verübt worden."

Und die britische Regierung, obgleich sie mit dem Text der durch die Sowjetregierung am 10. Juli 1942 übergebenen Notiz vertraut war, einem Text, der in direktem Widerspruch zu dieser neuen Darstellung stand, die britische Regierung erließ Anweisungen zur Veröffentlichungen dieser neuen sowjetischen Erklärung. Am 15. April 1943 um 7:15 Uhr wurde durch BBC folgendes Kommuniqué im Radio verbreitet:
" In einer heute durch Radio Moskau verbreiteten Sendung wird amtlich und mit aller Entschiedenheit die Nachricht bestritten, die von den Deutschen über die angebliche Erschießung polnischer Offiziere durch solche Behörden vorgebracht wurde. Diese Lügen geben einen Anhalt über das Schicksal, dass diese Offiziere betroffen betroffen hat, welche die Deutschen im Jahre 1941 mit Bauarbeiten in der Umgebung beschäftigten. Die Moskauer Sendung wurde überall von Berlin aus unterbrochen und gestört."

Von diesem Zeitpunkt an setzte sich diese sowjetische Version, durch Radio Moskau und die Sowjetpresse immer wiederholt, durch und wurde nun wirklich allgemein bekannt: " Polnische Gefangene, die seit 1940 in Lagern bei Smolensk gesammelt und in der Umgebung zur Arbeit verwendet wurden, fielen im Juli 1941 in die Hände der Deutschen und wurden nachher im August -September des gleichen Jahres erschossen. "

Die öffentliche Meinung in Polen jedoch reagierte ganz anders darauf als die amtlichen britischen Kreise. Diesmal handelte es sich nicht mehr um diese oder jene politische Aktion, sondern um eine Botschaft, die angesichts eines der ganzen polnischen Nation versetzten Schlages zu einer Entscheidung aufrief. Denn als solcher musste die Tatsache bezeichnet werden, dass viele Tausende der besten Söhne der Nation heimtückisch ermordet, wie Mist in grässlichen Gruben aufgehäuft und unter einer Sandschicht versteckt worden waren.

Unter dem Urkundenmaterial, dass man gleich nach dem Krieg in London über die Sache des Katyn - Verbrechens zusammentrug, finden wir folgenden Abschnitt, der die Wirkung auf polnische Kreise um die öffentliche Meinung in Polen zu dieser Zeit schildert:
" Die von den Deutschen im Rundfunk gebrachten Enthüllungen trafen die öffentliche polnische Meinung im Ausland mitten ins Herz. Neu eintreffende Nachrichten lassen keinen Zweifel darüber, dass die in Kartyn entdeckten Leichen tatsächliche jene von ermordeten polnischen Offizieren sind. Gleichzeitig wurde den Noten und Protokollen der polnischen - sowjetischen Unterredungen über diese Frage erneute Beachtung gewidmet. Letztere erhielten im Lichte der deutschen Enthüllungen eine neue und nachdrückliche Bedeutung:
Nun mehr erst wurden bei Verlautbarungen und Tatsachen, die bisher durch die Polen verschiedenartig ausgelegt worden waren, verständlich, wie Z. B..
1. Die Verlegenheit Wyschinskis, als erstmals die Frage der vermissten polnischen Offiziere bei der am 6. Oktober 1941 stattgehabten Besprechung vorgebracht wurde.

2. Seine Verärgerung bei einer Unterhaltung am 14. Oktober 1941 und sein Versprechen "alle, die wir haben ", zurückzuschicken, wobei er gleichzeitig betonte, dass "wir jene nicht zurückschicken können, die wir nicht haben ".


3. Die Nichterfüllung eines ausdrücklichen, von Wyschinski bei einer Unterredung am 12. November 1941 gegebenen Versprechens, worin er sagte: " Wir haben vollständige Listen sowohl von den Lebenden wie den Toten. Ich habe versprochen, diese Listen zu beschaffen, und ich werde es tun... "

4. Das auffällige Schweigen Stalins bei der Unterredung am 14. November 1941.

5. Seine unglaubwürdige und höchst sonderbare, bei einer Unterredung am 3. Dezember 1941 vorgebrachte Hypothese, als er die Wahrscheinlichkeit andeutete, dass Tausende der vermissten Gefangenen aus Sowjetlagern in die Mandschurei entflohen sein könnten.

6. Die seltsamen Erfahrungen des Majors Czapskis in Schkalow und Moskau.

7. Stalins Äußerungen bei dem Gespräch am 18. März 1942: " Ich weiß nicht, wo sie sich befinden... "

8. Die in der sowjetischen Aktennotiz vom 10. Juli 1942 abgegebene Erklärung.

Am 16. April 1943 wird eine Versammlung des Ministerrats der polnischen Regierung in London abgehalten. Was daraufhin geschieht, besteht in einem langwierigen Austausch von Noten, Erklärungen und diplomatischen Schritten. Darin tritt ganz deutlich die Haltung zutage, die von den verschiedenen interessierten Staaten eingenommen wird, sei es, dass sie bei der Lösung des Rätsels mitzuhelfen suchen, oder - dass sie sich bemühen, von der zur Wahrheit führenden Spur abzulenken.

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Re: Katyn - ungesühntes Verbrechen
« Antwort #4 am: Do, 22. Januar 2009, 23:24 »
Hallo Michael,
hab das hier grad gefunden, weiß net ob Du es schon kennst!Bei der zweiten Seite gibt es Fotos dazu.

Katyn

Grüße
Josef
« Letzte Änderung: Do, 22. Januar 2009, 23:25 von md11 »

 


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