Autor Thema: Die Dänischen u.Schwedischen Gesellschaften vom Roten Kreuz  (Gelesen 2363 mal)

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Die Hilfe der Dänischen und Schwedischen Gesellschaften vom Roten Kreuz konnten die Gefangenen im Gegensatz zu der Rotkreuzgesellschaften ihrer Heimatländer mit eigenen Augen vor Ort sehen.
Im Juni 1915 wurde in Stockholm das Hilfskomitee des Schwedischen Roten kreuzes für Kriegsgefangene gegründet.Im Herbst 1915 erhielt dieses Hilfskomitee die Erlaubnis,Liebesgaben aus Deutschland und Österreich-Ungarn in Russland zu verteilen.Der erste Zug konnte schon am 18.10.1915 nach Irkutsk abgehen.Bis April 1918 sind dann 41 Sonderzüge gefahren,deren Waren die schwedischen Vertrauensmänner regelmäßig selbst verteilten.Die Kosten der Arbeit,die die schwedischen und dänischen Delegierten in Russland leisteten,wurden von der deutschen und österreichisch-ungarischen Regierung getragen.
Die Tätigkeit des Dänischen Roten Kreuzes wird unterschiedlich bewertet.
Der Mannschaftsangehörige Meier äußert sich abfällig:"Das dänische Rote Kreuz funktionierte überdies sehr schlecht,denn es stand vollkommen unter dem Einflusse verschiedener slawischer Strömungen unter den Kriegs-und Zivilgefangenen,die sich anmaßten,mehr Anrecht auf derartige Sachen zu besitzen als die Ungarn und Deutsch-Österreicher."
Die russische Historikerin Kudrina schreibt hingegen über das Dänische Rote Kreuz:"In der Sonderabteilung B,die auf Initiative der Dänischen Botschaft in Petrograd geschaffen wurde,mußte ein riesiger Fragenkomplex in bezug auf die Kriegsgefangenenfürsorge behandelt werden,im Detail ging es dabei um die Inspektion der Kriegsgefangenenlager auf dem gesamten Territorium des Zarenreiches,um die Weitervermittlung von Korrespondenzen und um die Verteilung von Medikamenten und Lebensmitteln unter den Gefangenen.
Die österreichische Schwester Gräfin Revertera führt über eine Besprechung in Irkutsk zur Liebesgabenverteilung aus:"Die Schweden wirken Wunder aufopfernder Nächstenlibe,bei jedem Schritte erscheinen unüberbrückbare Abgründe."
Der Amerikanische Historiker Davis rechnet die allgemeine Verbesserung der Lebensbedingungen im Jahr 1916 wesenlich dem Verdienst der skandinavischen Rotkreuzorganisationen zu,sowie der Hilfsaktion Tientsin und den Bemühungen der russischen Militärbehörden,die inzwischen Erfahrungen gesammelt hätten.
Gruß
Josef
« Letzte Änderung: Mo, 21. Juni 2010, 07:40 von Ulla »

 


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