Autor Thema: Das Schicksal von Suedtirol  (Gelesen 2994 mal)

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Arturo

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Das Schicksal von Suedtirol
« am: Do, 24. Januar 2008, 14:23 »
Ein  Bericht,  über die  Vergangenheit  und   Gegenwart  der  Volksgruppen
                                                  
                                                         in  Südtirol.
Ich bin  Ehrenmitglied  im Kulturverein  von  Mezzano , Trento  das italienische  Sprachgebiet von  Südtirol. Es ist eine  Gegend , die  seit  fast  hundert  Jahren  um ihre Identität  ihre Geschichte ihre  Kultur kämpft. Sie sagen  wir  waren  glücklich  und  zufrieden 500  Jahre unter Ostreich. Unsere Vergangenheit, ist verbunden  mit  Andras  Hofer  und  Wilhelm Tel. Ich  habe
 dort an den  Veranstaltungen  Teil genommen und Reden auf  Deutsch und Italienisch  gehalten. Habe auch  einige  Geschichten  der leidvollen  Geschichte dieser  Menschen auf  Deutsch  übersetzt. Mit der  Hilfe  von  Fachkräften, könnten  wir auch  Fotos  einsetzen. Ich  glaube, es könnte ein interessantes  Thema  werden.  Wir leben  heute in  ein  großes, vereintes  Europa, ich  glaube  aber, wir  wissen noch sehr  wenig  von einander.

Arthur der Veteran.

Warum  rede ich, als  Danziger  gerade  über das  Schicksal der Südtiroler. Sie haben
genauso  wie wir Danziger, um ihr  Deutschtum immer  wieder  kämpfen   müssen.
nur  durften sie in  ihre  Heimat  bleiben, weil hinter Ihnen  Oestereich  stand  und sich für
sie  einsetzte. Während wir Danziger   von der ganzen  Welt  unserem  Schicksal  überlassen   wurden.
« Letzte Änderung: So, 04. Juli 2010, 13:18 von Adjutant »

Arturo

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Das Schicksal von Suedtirol
« Antwort #1 am: Do, 24. Januar 2008, 14:31 »
 

 Brief der  Präsidentin  Frau  Marina  Svaizer   aus  dem  Verein : Die Rekuperanten.
Liebe  Freunde,

unser Verein  wurde im  Jahr  1991  gegründet, von  Menschen  aus den  Bergen  auf der  Suche  nach ihren  Wurzeln  ihrer  Herkunft in  diesen  Bergen  wo ihre  Väter und  Großväter lebten, kämpften und  starben. Die Liebe zu  diesen  Bergen, die ihnen  von  ihren  Vorfahren  übermittelt  wurden, die hier als Helden  der Kaiserjäger und  Schützen  lebten  und starben. Sie  alle wurden  leider für lange Zeit  von der  Geschichte 
vergessen. In der ersten  Zeit begannen wir  mit der Ausstellung  mit  Fahnen, Wimpel  und
Foto und Artikel in  Zeitungen und Zeitschriften. Reisen und geselliges Beisammensein. 

Mit großer  Zufriedenheit, gelang es uns  im  Jahre 2004.  am  Kriegerdenkmal in  Mezzano  ein Relief  eines Kaiserjägers  anzubringen,  mit  der  Inschrift : Zur Erinnerung an unsere Großväter, die heldenhaften  Tiroler  Soldaten, sie starben in dem  weiten  Galizien,  auf den Tiroler  Bergen und  in Gefangenschaft in  Isernia. Zu diesen  Feierlichkeiten  waren  präsent, zivile  und  militärische Autoritäten,
die  Primierer  Schützen, der Major der Kaiserschützen  Georg  Eineder, Vertreter des schwarzen  Kreuzes  und Vertreter  des Österreichischen  Heeres,  Herr Arthur Krueger, der  auch die  Übersetzungen  fuhr unser Forum  www.recuperante.it  übernahm, die Volklore-Kapelle  aus dem Primero und  eine Abordnung vom  Alpinireserveverein. Es war auch eine große Beteiligung  der Bevölkerung  und  der  Schulklassen. So haben wir unseren  Gefallenen eine  große Ehrung  bereitet.

In der nächsten  Zeit, werden mir unsere  Internetseite  neu  gestalten, auch  mit  deutsch-
sprachigen  Berichten, damit es möglich ist  besser unsere  Geschichte zu verstehen.
Der Verein  Storica Culturale Gruppe  die Rekuporanten, danken von Herzen  unser Ehrenmitglied   Arthur Krueger, für  seine  Mitarbeit  in unseren  Verein,  und ihr die ihn ehrt  für seine  Kriegserinnerungen.

Wir Grüßen  Euch  alle  und  wünschen  ein  gutes Neue  Jahr.

Mezzano  im Primero, 12 Januar 2008.

Die Präsidentin   Frau  Marina  Svaizer.


« Letzte Änderung: Do, 24. Januar 2008, 18:04 von adrian »

Arturo

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Das Schicksal von Suedtirol
« Antwort #2 am: Do, 24. Januar 2008, 14:41 »


 
 
 
Die hier aufgeführten Schriften sind von dem Centro Studi Storici Primiero frei gegeben."
                 
     
 

   


Arturo

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Das Schicksal von Suedtirol
« Antwort #3 am: Do, 24. Januar 2008, 14:55 »
  Einführung.

  
   Im Monat März 1991 wurde die Gruppe  “I  Recuperanti „ aus Mezzano gegründet. Sie machte es sich zur Aufgabe ,Daten ,Erlebnisse und alle nur möglichen Unterlagen über den ersten Weltkrieg zu erforschen und zu sammeln. Vor allem über die Ereignisse und Kampfhandlungen in den Bergen und Tälern des Primiero. Auch aus allen Gegenden in denen unsere Großväter als Soldaten des Österreichischen Heeres ihren Dienst taten. Wir möchten diese Erinnerungen in der Bevölkerung vertiefen und vor allem bei der Jugend. Damit diese heiligen Stätten wo Soldaten kämpften und starben.  geehrt und geachtet werden. Am 7. Juli  1991 wurde eine Gedenktafel auf dem Berg Colbricon eingeweiht. Zur Erinnerung an die Gefallenen die dort im Jahre 1917 durch die Explosion dreier Mienen zu Tode kamen. Im Monat September ,wurde an der Forcella Passo Colbricon eine Heilige Messe cellebriert zur Erinnerung an den dort Gefallenen .Im gleichen Monat wurde im Gebäude der Feuerwehr eine Ausstellung über die Geschehnisse des Krieges 1914 - 1918 veranstaltet. In den darauf folgenden Jahren wurden Reisen in Italien ,Oestereich  und Slovenien veranstaltet, um die Stätten der Kriegshandlungen zu besichtigen. Leider war es uns bisher nicht möglich auch die Kampfstätten in Galizien zu besuchen. Wir werden uns aber weiter darum bemühen. Einen grossen Erfolg hatten wir auch mit den Aufstellungen mit Kriegsandenken und den Fotografien. Besucher waren aus unserer Gegend , aber auch die vielen Touristen die im Sommer unsere Berge und Ortschafften besuchen. In diesem Jahr, am 11.Juli zum 90ten Jahrestag  des Ersten Grossen Krieges  1914 - 1918 veranstaltet unsere Gruppe einen grossen Festackt in  Mezzano-Primiero. Der Höhepunkt der Feierlichkeiten wird die Anbringung einer Gedenktafel an dem Denkmal für die Gefallenen auf dem Monsignor Rodolfo Orler Platz sein .Ein Ehrenhaftes Andenken an unsere Uhr-und Großväter die Kaiserjäger. Sie kämpften als tapfere Soldaten auf der Verliererseite. Bleiben aber für immer unsere  Helden.                        


« Letzte Änderung: So, 04. Juli 2010, 13:18 von Adjutant »

Arturo

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Re: Das Schicksal von Suedtirol
« Antwort #4 am: Mo, 28. Januar 2008, 12:21 »

  An  Alle,  die  im Sito  I recuperanti.it   mal  reinschauen  möchten.

   Es  ist noch  im  Aufbau.  Auf der Italyfahne  tippen, in  italienischer
   Sprache. Auf Österreichfahne  auf  deutsch. Wir werden  in  nächster
   Zeit auch  die  deutsche  Seite  mehr  beleben.

   Also  versucht  mal  mit:  i recuperanti.it   oder  www.recuperanti.it

   Guten  Erfolg

  Arthur.

Arturo

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Re: Das Schicksal von Sudtirol So feiern die Tiroler.
« Antwort #5 am: Mo, 24. März 2008, 15:45 »

    So  feiern  die  Tiroler ihre  Feste.

So  wie  alle Jahre trafen  sich  zu  einem  geselligen  Beisammensein  die  Mitglieder des  Kulturvereins   der  Gruppe I  Rekuperanten aus  Mezzano  Trient  im  Restaurant  Miravalle  in  Imer. Wir  trafen uns  dort  abends  um  20,00  Uhr  mit  63  Mitglieder zu  einem  6  gängigen  Abendessen.  Von  allem  das  Beste, den   in  der  Vorbereitung  eines  guten  Pranzo, Essen,  sind  die Tiroler  Meister. Es  gab  erstklassigen  Rot  und  Weißwein  aus  Venetien, natürlich  fehlte  auch  nicht  das  berühmte  Tiroler  Mineral -  Kaiserwasser. Aber  trotz  meiner  seit  60  Jahren  Gewöhnung   an  die  Italienische  Esskultur  kann  ich  immer noch nicht  bei  den  langen  Abendessen  mithalten,  und  musste  schon  nach  dem  zweiten  Gang  aufgeben.

Das  gute  Essen  und  der  Wein,  lösten  bald  die  Zunge  und  es  gab  Einlagen mit  Gesang, Lieder der  Berge. Bei  dem  Gesang  dieser  Lieder,  spürt man  wie  sehr  diese  Menschen  hier ihre  Berge  ihre  Heimat  lieben. Nach  einer  kurzen  Ansprache  unseres  Vize  Fabio der erklärte,  dass  ich in einem  Forum, in  Deutschland  die  ganze  Geschichte  der  Tiroler  aus dem  Primero – Tal   in  deutscher  Sprache  auf geführt  habe, und  das  in  Genua  ein zweites  Buch  mit  meinen  Erinnerungen  heraus  gegeben  wurde. Nun  war ich an  der Reihe.

Liebe  Freunde,  Ich danke  Euch  allen, für diese  Einladung, und  für Eure mir  immer  wieder bewiesene  Freundschaft. Es ist  schön  zu  sehen, wie  Ihr  Eure Traditionen  pflegt, an  Eure  Wurzeln, an  die  Vergangenheit  zurück  denkt. Denn  ein  Volk  ohne  Traditionen,  ohne  Vergangenheit, ist  ein  totes  Volk.
Manch  einer von  Euch  wird  sich   wohl  fragen  warum  gerade ich  mich  so  für  Eure  Geschichte  einsetze. Meine  Volksgruppe, die  Westepreußen  hatten  eine  ähnliche  Tragik  wie  Ihr. Durch  gewonnene  und  verlorene  Kriege, einmal  zu  diesem  oder  jenem  Staat  zugehörig zu  sein. Nur mit dem  tragischen  Unterschied, dass  wir  1945  weil  wir  deutschsprachig   waren,  aus unserem  Danzig,  von  Haus  und  Hof  vertrieben  wurden.
Von  Feltre  aus  schreibe ich in einem  Forum,  auf  der Suche nach  Vermissten  und  Gefallenen  des  Krieges. Es ist  ein  Forum  mit  internationalen  Verbindungen. In  diesem  Forum   haben  wir  eine  Ehrenseite,  für  Vermisste  Italienische  Soldaten in   Stalingrad. Bei  meinen  Nachforschungen  fand  ich  eine  Liste  Vermisster  der Ital. Transportkolonnen in  Stalingrad. Es  sind  95  davon  45  mit Namen und nähere  Angaben. Eine  weitere   Ehrenseite,  mit  der  Geschichte  von  Südtirol. Diese  Seite, wurde in  kurzer  Zeit  199  mal  gelesen. Das  ist  ein  guter  Beweis,  dass  die  Geschichte  von  Tirol  die  Gemüter  erregt hat. ( Tosender  Beifall  der Anwesenden)
Mit  einer  großartigen  Lotterie  mit   150   Prämien   endete  unser  Beisammensein um  1,30 . Müde und  mit  vielen  Gewinnen  schwer  beladen  kehrten  Alle  heim. Nur  meine  Frau und ich hatten  es  nicht  weit,  denn  für uns  war ein  schönes  Zimmer im  gleichen  Hotel  reserviert. Erst  um  10  Uhr am  nächsten  Tag  kehrten  wir  nach  Feltre  zurück   

Feltre,  02.03. 2008.
Euer  Veteran.

 


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