Autor Thema: Verein zum Gedenken an die Lienzer Kosakentragödie vom 1.Juni 1945  (Gelesen 81 mal)

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Offline bücherwurm

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Liebe engagierte Moderatoren und Administratoren, liebe Leserinnen und Leser,

vor 60 Jahren gründeten der Zwangsrepatriierung entkommene Kosaken und Einheimische einen Verein zum Gedenken an die Ereignisse und als Gemeinschaft der Schicksalgenossen. Der Verein besteht bis heute und arbeitet eng mit dem an der Universität Innsbruck angesiedelten Forschungsprojekt "Kosaken in Osttirol" zusammen. Obmann ist Universitätsprofessor Harald Stadler und Ehrenobmann ist Michael Rainer, ein Kosakenkind. Sein Vater wurde an die Sowjetunion ausgeliefert und seine Mutter starb bereits vor Eintreffen der Kosaken in Osttirol in Italien. Michael Rainer wuchs bei einer Tiroler Bauernfamilie auf. Heute lebt er als Pensionist in Osttirol. Beruflich war unter anderem in der Schweiz und Deutschland tätig.
Der Verein bemüht sich gemeinsam mit dem Österreichischen Schwarzen Kreuz um eine lebendige Erinnerungskultur, Völkerverständigung und um eine wissenschaftliche Aufarbeitung.
Auch 2017 gibt es wieder die traditionelle Gedenkfeier am Kosakenfriedhof mit der Teilnahme von Kosaken und Traditionsverbänden aus dem In- und Ausland.
Vorträge, Ausstellungen und pädagogische Projekte mit Schulen und Studierenden tragen dazu bei das Gedenken lebendig zu erhalten-
Informationen zu den Ereignissen 1945 und zu den Aktivitäten des Vereins gibt es unter: http://www.kosaken-lienz1945.com/

Wer mehr wissen will kann sich auch gerne bei mir melden, da ich Mitglied im Verein bin.

Viele Grüße aus Tirol

Bücherwurm


Offline bücherwurm

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Hier die Presseinformation zur Gedenkfeier 2017:

Zitat
Gedenkfeier und Lebensgeschichte eines Kosaken

Ein Tag im Zeichen der Kosaken

(Lienz/Innsbruck) Am 27. Mai 2017 findet wieder um 11 Uhr die traditionelle Gedenkfeier am Kosakenfriedhof in Lienz-Peggetz statt. Den russisch-orthodoxen Gottesdienst feiert Erzbischof Mark aus Berlin. Ausrichter sind der „Verein zum Gedenken an die Lienzer Kosakentragödie vom 1. Juni 1945“ und das „Österreichische Schwarze Kreuz-Kriegsgräberfürsorge“. Es werden wieder Kosaken aus aller Welt und Traditionsverbände aus verschiedenen Bundesländer teilnehmen. Herzlich eingeladen ist auch die osttiroler Bevölkerung.
Um 19.00 Uhr findet im Bildungshaus Osttirol die Jahreshauptversammlung des Kosakenvereins statt. Anschließend wird Irina Kargina (Moskau) über die Lebensgeschichte ihres Großvaters Konstantin vor und nach den Ereignissen in Lienz sprechen. Der Vortrag wird in russischer und deutscher Sprache sein. Interessierte sind herzlich eingeladen. Die Ärztin war bereits mehrmals zu Gast in Osttirol und nahm an den Gedenkfeiern teil.
Auch in seinem 60. Bestandsjahr ist der Kosakenverein ganz im Sinne seines früheren Obmann und Kosaken Alexander Botscharow aktiv: „Nur dann werden sie nicht vergessen, wenn wir sie nicht vergessen.“ Beiträge dazu leisten die Veranstaltungen im Mai ebenso wie Angebote für Schülerinnen und Schüler.
„Die Begegnung zweier Kultur ist spannend“, meint Obmann Harald Stadler. Überlebende der Kosakentragödie sind nach Südamerika, Australien und die USA ausgewandert „aber eine Verbindung nach Lienz bleibt“, so der Wissenschaftler weiter. Auch 72 Jahre danach bleiben spannende Anknüpfungspunkte für Begegnung, Erinnerung und Vermittlung. Gewalt, Flucht und Kulturkontakte sind auch 2017 aktuelle Themen. Bei der Jahreshauptversammlung sollen Weichen für zukünftige Forschung und Erinnerungsarbeit gestellt werden. Die Gedenkfeier ist jedes Jahr ein Begegnungsort für Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen.


Weitere Infos und Kontakt: http://www.kosaken-lienz1945.com/

Ich freu mich auf viele Teilnehmer aus Nah und Fern.

 


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