Autor Thema: Eisernes Kreuz (EK) nach 1914  (Gelesen 3255 mal)

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Re: Re: Eisernes Kreuz (EK)
« Antwort #30 am: Mo, 13. Dezember 2010, 15:50 »
Das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten des 2.Typs unterscheidet sich erheblich von dem nur zweimal verliehenen Typs 1.Es handelt sich um eine vollkommen neue Auszeichnung , ebenfals eine Juweliersarbeit. Die Eichenlaubblätter wurden viel größer und ovaler gearbeitet.Sie sind aus mehreren Teilen zusammengenietet und auf der Rückseite hohl verarbeitet.Der äußere Rand ( mit Schlitzen ) und die Fassung der Brillanten sind mit Öffnungen versehen, damit die Brillanz der echten oder unechten Steine voll zur Wirkung kommt. Entsprechende Öffnungen sind auf der glatten Rückseite der Schwerter in der Höhe der eingesetzten Steine ( Parierung und Griffe ) eingearbeitet. Ein massiver gebogener Sprungring, zur Aufnahme des breiten Ritterkreuzbandes, wurde auf der Rückseite angebracht.
Legt man ein A- und B-Stück des 2.Typs nebeneinander, so ist von vorn ( aus der Nähe ) kein Unterschied sichtbar. Die Verarbeitung ist identisch,dies gilt auch für die Anordnung der Brillanten ( ca.55 Stück ), egal ob es die Steine echt oder unecht sind. Betrachtet man jedoch beide Exemplare aus ca.1 m Entfernung, so wirkt das B-Stück wuchtiger und größer als das A-Stück, obwohl die Abmessungen beider Exemplare identisch sind. Dies resultiert daraus, daß das A-Stück von der Seite aus gesehen im oberen Teil der Eichenlaubblätter flacher verarbeitet ist und sich erst im unteren Bereich birnenförmig erhebt. Das B-Stück jedoch - aus der gleichen Perspektive gesehen- insgesammt runder verarbeitet. Es wird um Verständnis gebeten, daß wegen der latenten Gefahr von Fälschungen nicht auf die Stempelungen von A- und B-Stücken eingegangen wird.Bildvergleiche der Seiten- und Rückansicht, obwohl angebracht, werden aus dem gleichen Grund an dieser Stelle nicht veröffentlicht. Alle mir bekannten Exemplare dieser Auszeichnung " Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten " des 2.Typs wurden vom gleichen Hersteller gefertigt. Das geht aus der einheitlichen Form ( Vorder-,Seiten- und Rückansicht ) , dem Herstellerzeichen ( Klein ) , verbunden mit den jeweils identischen Materialstempen von Platin und Silber, hervor.



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Re: Re: Eisernes Kreuz (EK)
« Antwort #31 am: Di, 14. Dezember 2010, 18:25 »

Urkunden


Bei der Verleihung des " Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten " erhielt der Ausgezeichnete normalerweise zwei Urkunden
a) Vorläufiges Besitzzeugnis Größe ca.15x21 cm
b) Große Urkunde mit Kasette

Diese Kasetten wurden für die Luftwaffe in graublauem, für das Heer in terrarotem, für die Marine in dunkelblauem Maroquin-Leder gefertigt und mit Kanteneinfassungen sowie aufgelegtem Hoheitsabzeichen und breitem geometrischen Ornament in handwerklich wertvoller Feuergoldtreibarbeit geschmückt. Das Hakenkreuz des Hoheitsabzeichen ist mit Brillanten ausgelegt.
Die Urkunden sind eingefaßt von einem Maroquin-Rahmen in der Farbe der Kasette, dessen geometrisches Ornament in Handvergoldung einen wirkungsvollen Abschluß bildet. Hoheitsabzeichen, Name und Text wurden in erhabenen Gold auf Pergament geschrieben .
Die Urkunden wurden vor der Ausgabe von Adolf Hitler eigenhändig unterschrieben.
Wie viele von den einzelnen Urkunden, d.h. vorläufiges Besitzzeugnis und große Urkunde in Kasette, wirklich ausgegeben worden sind , konnte bis jetzt nicht ermittelt werden.Es ist aber sicher, daß nicht alle Beliehenen beide Urkunden zusammen erhalten haben. Nachforschungen haben ergeben, daß ca. 1941-1942 entweder die große Urkunde in der Kasette ohne vorläufiges Besitzzeugnis, und in späteren Jahren nur das vorläufige Besitzzeugnis ausgehändigt wurden .
Vorläufige Besitzzeugnisse sind bis jetzt nur von zwei Trägern der Brillanten bei der Luftwaffe bekannt, von Oberleutnant Lent und Oberleutnant Hartmann.
 



Etui


Das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten wurde in einem Etui aus schwarzem Leder, Größe L 107xB 82xH 32 mm überreicht. Der Teil , in dem sich die Auszeichnung und die Vertiefung für ein Ritterkreuzband befindet, ist mit schwarzem Samt, die Innenseite des Deckels mit weißem Satin ausgeschlagen.
Bemerkenswert ist die Tatsache , daß von den 27 Beliehenen dieser hohen Auszeichnung acht den Krieg aus den verschiedensten Gründen nicht überlebt haben. Man sollte meinen , mit der Verleihung des " Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten " wurden die Träger generell von der Front abgezogen. Sie blieben jedoch mehrheitlich auf ihren Posten, wenn die Befehle nichts anderes vorsahen. Ihre vorbildliche kämpferische Leistung zeigt sich auch in diesem Punkt. Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Äußerung Gallands : " Als meine Abschußziffer der 100 naherückte, hatte ich vorbeugend mit meinen Abschlußmeldungen sowieso kurz getreten, um nicht , wie Mölders, bei Erreichen dieser Grenze aus der Front herausgezogen zu werden."  



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Re: Re: Eisernes Kreuz (EK)
« Antwort #32 am: Di, 14. Dezember 2010, 18:55 »
Das Ritterkreuz mit Goldenem Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten 1944



Durch Führererlaß vom 29.12.1944 wurde zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes das Goldene Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten gestiftet.
Als höchste Tapferkeitsauszeichnung stifte ich das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit dem Goldenen Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten.
Diese Auszeichnung wird nur zwölfmal verliehen, um höchstbewehrte Einzelkämpfer, die mit allen Stufen des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet sind , vor dem Deutschen Volke besonders zu ehren.
Meine Verordnung vom 1.September 1939 über die Erneuerung des Eisernen Kreuzes ist entsprechend zu ergänzen.
Führer-Hauptquartier, den 29.Dezember 1944
Der Führer
Adolf Hitler


Unter gleichem Datum erfolgte die dritte und letzte Verordnung zur Änderung des Eisernen Kreuzes . Unter Artikel I wurde das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit dem Goldenen Eichenlaub und Schwertern mit Brillanten eingefügt.
Artikel 4, Punkt 3 bestimmte:
" Bei dem Goldenen Eichenlaub sind die drei Blätter und die Schwerter in Gold ausgeführt und wie beim silbernen Eichenlaub mit Brillanten besetzt".
Die höhste deutsche Tapferkeitsauszeichnung wurde nur einmal an Oberstleutnant Rudel am 1.1.1945 verliehen . Hinter dieser Auszeichnung stehen 2530 Feindflüge, eine Zahl die kein anderer Flieger der Welt im 2.Weltkrieg erreichte . Dabei schoß Rudel 519 sowjetische Panzer ab ( der Bestand von fünf Panzer-Korps ), versenkte das sowjetische Schlachtschiff >>Marat<< , einen Kreuzer, einen Zerstörer und 70 Landungsboote, ebenso setzte er 150 Flack- und Pakstellungen außer Gefecht. Im Luftkampf erzielte er 9 Siege und wurde selbst durch Flack - und Infanteriewaffen 30 mal abgeschossen. Außerdem rettete er sechs hinter den sowjetischen Front notgelandeten deutsche Besatzungen.
Am Neujahrstag 1945 überreichte Hitler die Auszeichnung an Rudel im Führerhauptquartier unter gleichzeitiger Beförderung zum Oberst
>>....... in Würdigung ihrer unablässig bewiesener höchsten Heldentums und ihrer einmaligen fliegerischen und kämpferischen Erfolge.<<



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Re: Re: Eisernes Kreuz (EK)
« Antwort #33 am: Mi, 15. Dezember 2010, 19:47 »
Die Urkunden zum Eisernen Kreuz 1939


Die Anordnung nach Art.6 der Verordnung über die Erneuerung des Eisernen Kreuzes lautete :
>> Der Beliehene erhält eine Besitzurkunde.<<Damit war erstmals in der Geschichte des Eisernen Kreuzes dem Gleichheitsprinzip Genüge getan ; vor dem Orden waren Offiziere und Nichtoffiziere gleich. Auftretende Engpässe an Urkunden und Dekorationen, vor allem in den ersten Kriegsmonaten 1939 , erledigte man durch behelfsmäßige Besitzzeugnisse und nachgereichte Kreuze. Die Übersendung ( Überreichung ) der Besitzurkunden erfolgte zugleich mit der Zuweisung des Eisernen Kreuzes.
>>Vorläufige Besitzzeugnisse<< durften nach den Richtlinien des OKH vom 1.3.1943 nicht mehr ausgestellt werden .
Entgegen der Vielfalt der Verleihungsurkunden im 1.Weltkrieg waren die Besitzurkunden nun weitgehend einheitlich . Sie wurden von der Reichsdruckerei angefertigt und von dort auch abgerufen. In den Durchführungsbestimmungen des Oberbefehlshabers des Heereszum Eisernen Kreuz heißt es unter B/5; >>Soweit Besitzurkunden nicht gleichzeitig mit der Auszeichnung ausgehändigt werden können, sind >> Vorläufige Besitzzeugnisse<< in einfacher Form von der aushändigenden Dienststelle auszustellen und mit Dienststempel zu versehen .<<
Die Besitzurkunden für die 2. und 1. Klasse des Eisernen Kreuzes sowie für die Spangen wurden von der verleihenden Dienststellen ausgefertigt:
a) die Divisionskommandeure für unmittelbar unterstellte Truppen,
b) die Kommandierenden Generäle und Befehlshaber der höheren Kommandos für unmittelbar unterstellte Truppen
c) die Befehlshaber der Panzertruppen für unmittelbar unterstellte Truppen,
d) die Oberbefehlshaber der Heeresgruppen für unmittelbar unterstellte Truppen,
e) der Chef des Transportwesens für unmittelbar unterstellten Dienststellen, Eisenbahnpioniergruppen und sonstige militärische Eisenbahneinheiten,
f) der Chef des Heeresnachrichtenwesens für unmittelbar unterstellte Truppen und Dienststellen,
g) die stellv.Kommandierenden Generale und Militärbefehlshaber in den besetzten Gebieten für Schwerverwundete.

Die Berechtigung war an die Dienststellung gebunden und nicht übertragbar; andere Dienststellen konnten mit Verleihungen nicht beauftragt werden.
Die vorgegebenen Musterblätter wurden bis auf spätere typografische Abweichungen auch eingehalten. Ab 1.3.1943 wurde der Kopftext geändert. Die Zeile >>....und Oberster Befehlshaber der Wehrmacht<< kam im Fortfall und es hieß nur noch >> Im Namen des Führers verleihe ich dem ....<<.Interessante Ausführungen dazu machte Oberst a.D. Schlicht im INFO 46 vom August 1986 in einer Leserzeitschrift.
Die Urkunde>> Im Namen des Führers << entspricht den Bestimmungen. Nach einer Verfügung des Chefs des OKW vom 17.6.1942 ( ChefHRüst u. BdE - Stab IC Nr. 4264 ),im Wehrkreisverordnungsblatt VII 1942, Nr. 615 hieß es : >> Der Führer wünscht, daß die in seiner Person verkörperte Einheit der Führung der Nation und ihrer Wehrmacht in seiner persönlichen Erlassung und Entscheidungen auch in formaler Hinsicht deutlich Ausdruck findet<<
Es hieß nunmehr nur noch >> Der Führer << die Zusätze >>... und Reichskanzler << fielen weg. Vordrucke konnten aufgebraucht werden. Im Sprachgebrauch der Wehrmacht konnten die Bezeichnung >> Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht<< und >> Der Führer und Oberbefehlshaber des Heeres<< weiter verwendet werden , vor allem, wenn >> die höchste militärische Befehls- und Kommandogewalt oder soldatische Gemeinschaft zwischen dem obersten militärischen Führer und der Truppe betont werden soll.<<


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Re: Re: Eisernes Kreuz (EK)
« Antwort #34 am: Do, 16. Dezember 2010, 19:12 »

Da auch die Kriegsorden weiterhin >>im Namen des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht<< verliehen wurden, sind Urkunden>>Im Namen des Führers<<
sind sehr selten und wurden wohl nach Aufbrauchen der vorhandenen Vordrucke verwendet.Eine andere Merkwürdigkeit, die in der Literatur bisher anscheinend noch nicht behandelt wurde, ist die Unterschrift von GFM Keitel unter dem Briefkopf oder Titel >>Oberbefehlshaber des Heeres<< oder >>Oberkommando des Heeres<< in Verfügungen oder auf Verleihungsurkunden.
Nachdem Hitler den Oberbefehl über das Heer selbst übernommem hatte, erging am 19.12.1941 ( OKH GenStdH/GZ Nr. 593/41 g.Kdos.) eine Verfügung , in der es hieß:>>...
Die Übrigen Befugnisse des Oberbefehlshabers des Heeres übt im Auftrag des Führers der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, aus<<.
Damit ist seine Unterschrift unter den genannten Briefköpfen usw. erklärt.Verwirrenderweise findet sich auf Verleihungsurkunden auch die Unterschrift seines im Heerespersonalamt tätigen Bruders, des Generals der Artillerie Keitel. Die beiden, sehr ähnlichen Unterschriften können aber durch den darunter gesetzten Dienstgrad unterschieden werden.<<
Die Urkunden der 1.Klasse folgten dem Muster der 2. Klasse, Abweichungen finden sich bei einem Typ, der offensichtlich für post-mortem Verleihungen vorgesehen war, ebenso wie für einen Typ bei Minenräumungs-Einsätzen. Gegen Ende des Krieges wurden auch Bestände von Schmuckblättern von privaten Druckereien an der Front aufgebraucht.
Für die Spange ><1939<< zum Eisernen Kreuz 2. und 1. Klasse existieren zwei Urkundentypen nebeneinander, jedenfalls bis etwa Mitte 1940.

Unzureichend bis falsch ausgefüllte Urkunden hier zu kommentieren gehört nicht zum Thema, es gibt sie jedoch reichlich .
So war von Brauchitsch am 19.Juli zum Generalfeldmarschall befördert worden, die Urkunde für den Generalleutnant Bodewin Keitel vom 20.Juli 1940 nennt jedoch noch den alten Dienstgrad Generaloberst bei von Brauchitsch.



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Re: Re: Eisernes Kreuz (EK)
« Antwort #35 am: So, 19. Dezember 2010, 16:02 »
Die Ritterkreuzurkunden


Ursprünglich waren für die Ritterkreuz Verleihungen Saffianledermappen mit Goldeinfassungen vorgesehen. Die Aufwertung der Urkunden war zugleich ein weltanschauliches Programm : >>Großen Wert legt der Führer darauf, daß nicht nur die Ehrenzeichen selbst, sondern auch die Urkunde über die Verleihung und die dazugehörigen Mappen und Kasetten durch ihre Künstlerische Form Kunde geben von der hohen Würde dieser Auszeichnung.<<
Beauftragt mit Entwurf und Ausführung war Frau Prof. Gerdy Troost. Die Urkunden wurden von der Grafikerin Franziska Kobel mit der Hand geschrieben, Kassetten und Mappen von Frieda Tiersch entworfen und in deren Werkstätten in Handarbeit gebunden . Die Goldschmiedearbeit lagen in den Händen von Franz und Hermann Wandinger, letzterer Professor für dieses Handwerk.
Angesagt war eine schlichte Größe, Klarheit und strenge Einfachheit , die man in der Schrifttype Antiqua am ehesten als erfüllt sah.Das Hoheitsabzeichen beherrschte die Urkunden , die auf der dritten Seite eines Doppelbogens Pergament begannen.Adler und Text waren in einem bräunlich gebrochenem Schwarz gehalten, der Name des Beliehenen wurde in erhabenen Goldschrift ausgeführt.
Bei Verleihungen des Eichenlaubes zum Ritterkreuzes wurde auch das Hoheitsabzeichen in Gold ausgeführt.
Bei der Stufe Eichenlaub mit Schwertern war der Text in Rot gehalten sowie das Hoheitszeichen in Gold ausgeführt.
Bei der Stufe Eichenlaub mit Schwertern mit Brillanten war der gesammte Text in Gold gehalten.
Jeder dieser Urkunden wurde vom Führer persönlich unterschrieben.
Die roten Ledermappen hatten vergoldete Kanten und ein mitgeprägtes Hoheitsabzeichen, daß mit Gold ausgefüllt wurde.Die Innenflächen der Mappen zierten Pergamentspiegel mit goldenen Zierlinien.
Eichenlaubträgern bekamen eine Mappe aus antikem Pergament mit aufgelegtem Hoheizsabzeichen, handgeschrieben und feuervergoldet. Die Innenfläche bildeten
Pergamentspiegel mit handvergoldeten Einfassungen.Dazu gehört eine gleichgestalltete Kasette , verziert mit geometrischen Ornamenten.
Für die nächsthöhere Auszeichnung, das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten, gestalltete man auch die Kasetten besonders wertvoll. Sie waren für die Luftwaffe in graublau, für das Heer terrarot und für die Marine aus dunkelblauem Maroquinleder . Die Kanten waren eingefaßt, das Hoheitszeichen aufgelegt, ebenso die breiten geometrischen Bänder. Alle Teile waren handgetrieben und feuervergoldet. Das Hakenkreuz in den Fängen des Adlers war mit Brillanten besetzt.Die Urkunde selbst war von einem Maroquinlederrahmen in der Farbe der Kasette eingefaßt, verziert mit geometrischen Ornamenten.
Der Arbeitsaufwand für die >>große<< Urkunde mit Mappe einerseits und die schnell steigenden Verleihungszahlen andererseits sind der Grund dafür ,warum nur ein geringer Teil der Beliehenen, oft erst Jahre später, das Arrangement von Urkunde und Mappe erhielt.Nach welchem System Beliehene eine große Urkunde bekamen oder nicht ,läßt sich nicht mehr ermitteln.Karl Joss schreibt:
>> So wurden am 27.Oktober 1941 zwei Panzeraufklärer für dieselbe Tat mit dem RK ausgezeichnet. Der eine , Ofw.,erhielt die Mappe Jahre später , der andere , ein Leutnant, bekam die Urkunde nie, obwohl ihm 1943 noch das Eichenlaub und 1944 posthum die Schwerter verliehen wurden.Schon 1940 gab es viele RK-Träger , denen keine großen Urkunden mehr ausgehändigt wurde.<<
Man behalf sich mit den vorgeschriebenen >>Vorläufigen Besitzzeugnissen<<. Punkt 6 der Verleihungsrichtlimien bestimmte, daß der Dienstgrad am Tage der Tat, für die Verleihung erfolgte, eingetragen wurde.Weiter heißt es :>>3,)Die Verleihungsurkundezum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes wird nach Vollzug dem Inhaber unter der gemeldeten Heimatanschrift überstellt.Die Urkunde hat die Größe 45x37 cm und ist für die Übersendung durch die Feldpost nicht geeignet. Der Beliehene erhält ein vorläufiges Besitzzeugnis.<<
Die Vordrucke weichen , soweit feststellbar , geringfügig voneinaader ab:

-Form 1: mit Signatur HQu OKH, den .../der Oberbefehlshaber des Heeres/Generalfeldmarschall
-Form 2: mit Signatur HQu OKH , des.../Das Oberkommando des Heeres/i.A:
-Form 3: ohne vorgedruckte Signatur mit freiem maschinenschriftlichen Eintrag von Dienstgrad und Dienststellung
-Form 4: mit Vordruck >>Berlin , den.../und freiem maschinenschriftlichen Eintrag / Vor  Dienstgrad und Dienststellung jedoch der vorgedruckte Hinweis/Dienstgrad und Dienststellung in Klammern.
Nach Joss wurden die >>Vorläufigen Besitzzeugnisse << in folgenden Zeitabschnitten unterschrieben von :
Als Oberbefehlshaber des Heeres 30.4.1940-19.12.1941
von Brauchitsch
Als Chef des Heerespersonalamtes bzw. dessen Stellvertreter 19.12.1941-30.9.1942
Bodewin Keitel
1.10.1942-20.7.1944
Schmundt
1.10.1942-2.5.1945
Burgdorf
7.10.1943-1.3.1945
Linnarz
1.10.1944-Mai 1945
Maiosel

In Fällen , in denen gleich die große Urkunde mit Mappe vergeben wurde, entfiel das >>Vorläufige Besitzzeugniss<<.Diese Praxis beschränkt sich jedoch aller Warscheinlichkeit auf das Jahr  1939:
>>Vorläufige Besitzzeugnisse<< gab es für alle Stufen des Eisernen Kreuzes bis hin zum Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten .Jedenfalls sind Exemplare der Luftwaffe für Oberstleutnant Lent (1944) bekannt.
Die >>Vorläufigen Besitzzeugnisse<< hatten bis 1943 die Abmessungen 208x147 mm ,danach kommen geringfügig größere Formate vor . Bis auf wenige Faksimile-Unterschriften bei von Brauchitsch ( Stempel) wurden alle Unterschriften mit Tinte geleistet.



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Re: Re: Eisernes Kreuz (EK)
« Antwort #36 am: Mo, 20. Dezember 2010, 21:50 »
Das Großkreuz des Eisernen Kreuzes


" Die Verleihung des Großkreuzes behalte ich mir vor für überragende Taten, die den Verlauf des Krieges entscheidend beeinflussen ". Soweit der Artikel 3 der Verordnung über die Erneuerung des Eisernen Kreuzes von 1.9.1939.
Verliehen wurde diese Stufe nur einmal, an den Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe Hermann Göring.
Adolf Hitler übergab das Unikat am 19.7.1940 im Reichstag auf der sogenannten 3.historischen Sitzung, anläßlich der Siegesfeier über Frankreich und ernannte den Träger gleichzeitig zum Reichsmarschall- ein Novum in der Deutschen Militärhirarchie.Die entsprechenden Rahmen für die größte Ehrung der deutschen Kriegsgeschichte bildete die gleichzeitige Ernennung von nicht weniger als 12 Generalfeldmarschällen. Hitlers Rede hatte in der entsprechenden Passage folgenden Wortlaut:
" Meine Herren Abgeordneten! Ich habe mich entschlossen, als Führer und Oberster Befehlshaber der deutschen Wehrmacht die Ehrung der verdientesten Generäle vor jenem Forum vorzunehmen, das in Wahrheit die Vertretung des ganzen deutschen Volkes ist.Ich muß nun an die Spitze jenen Mann stellen , bei dem es mir schwerfällt, den genügenden Dank für die Verdienste zu finden, die seinen Namen mit der Bewegung, dem Staat und vor allem der deutschen Luftwaffe verbinden.Seit der Gründungszeit der SA. ist Parteigenosse Göring mit der Entwicklung und dem Aufstieg der Bewegung verbunden. Seit der Übernahme der Macht haben seine Arbeitskraft und Verantwortungsfreudigkeit für das deutsche Volk und das Deutsche Reich auf zahlreichen Gebieten Leistungen vollbracht, die aus der Geschichte unseres Volkes und Reiches nicht weggedacht werden können.
Seit dem Aufbau der deutschen Wehrmacht wurde er zum Schöpfer der deutschen Luftwaffe. Es ist nur wenig Sterblichen gegeben, im Zuge eines Lebens ein militärisches Instrument aus dem Nichts zu schaffen und zur stärksten Waffe ihrer Art in der Welt zu entwickeln. Er hat ihr vor allem seinen Geist gegeben. Generalfeldmarschall Göring hat schon als Schöpfer der deutschen Luftwaffe als einzelner Mann den höhsten Beitrag für den Neuaufbau der deutschen Wehrmacht geleistet. Er hat als Führer der deutschen Luftwaffe im bisherigen Verlauf des Kriegesmit die Voraussetzung zum Sieg geschaffen. Seine Verdienste sind einmalig!.Ich ernenne ihn daher zum Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches und verleihe ihm das Großkreuz des Eisernen Kreuzes."
Der mit Auszeichnung verbundene Prunk bewegte die Nation , ein Aufwand, den man angesichts der schlichten Symbolik des "eisernen " Kreuzes nur widerwillig zur Kenntniss nimmt.Prof.Dr.Hans Kiener beschreibt 1942 Urkunde und Kassette wie folgt :



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Re: Re: Eisernes Kreuz (EK)
« Antwort #37 am: Do, 23. Dezember 2010, 18:00 »
" Ein erlesenes Schmuckstück von höchster Vollendung ist die für die Verleihung des Großkreuzes des Ritterkreuzes ( Anm. des Verf.: die Klassivizierung ist falsch, es muß heißen des Eisernen Kreuzes) an den Reichsmarschall gestaltete Urkunde und Kassette. Die ganz in erhabenem Gold geschriebene Pergamenturkunde ist in einem mit reichem Ornament handvergoldeten Rahmen aus fliegerblauem Maroquin gefaßt. Die Kassette , auch aus dem gleichen Maroquin gearbeitet, hat durch strenge, in handgetriebenem Feuergold eingefaßte Kanten eine kraftvolle Bedeutung. Mit ihren beherrschenden handgetriebenen Mäanderornament aus Feuergold, durch ausgesuchte und in ihrer Wirkung besonders schön zusammengestimmte eingefügte Goldopase mit Brillanten und mit ihrem durch das Auslegen des Hakenkreuzes mit Brillanten geschmückten Hoheitsabzeichen ist sie ins Festliche und Kostbare gesteigert. Die prachtvolle Gestaltung und meisterhafte Ausführung und das reizvolle farbige Zusammenspiel der edlen Materialien erheben die Kasette zu einem Kleinod deutscher Goldschmiedekunst.
Urkunde(n) und Kassette(n) sind in der Strenge und klarheit ihrer Gestaltung aus der Haltung unserer Zeit geformt und spiegeln ihren tektonischen Ausdruckswillen wider.Durch das einheitliche Zusammenwirken künstlerisch und handwerklich feinfühliger und vorbildlicher Kräfte entstanden,würdig, noch fernen Zeiten Kunde zu geben von der heroischen Tapferkeit und gigantischen Größe der deutschen Soldaten und zugleich Zeugnis zu sein der hohen Anerkennung des Führers und der tiefen Verehrung der Heimat für unsere Helden."
Dem Archivar Hans van der Leeuw,Forschungsbeauftragter des niederländischen " Reichsinstitut für Kriegsdokumentation " ist nach Unterlagen der Kongreßbibliothek in Waschington der Nachweis zu verdanken, daß bei den Brillantendekorationen und teilweise verabfolgten Kassetten Edelsteine aus dem Besitz holländischer Juden verabeitet wurden. Quelle dafür sind Briefe aus dem Haus des Führer-Architekten Troost, vorzugsweise die seiner Witwe Gerdy. Darüber schrieb der Spiegel:
" Dieser Witwe Troost, die Hitler mit ihrem eigenen künstlerischen Talenten gedient hatte ,war der ehrende Führungsauftrag zuteil geworden, Kriegsschmuck zu vertigen.
Frau Troost skizzierte nicht nur die künstlerischen Entwürfe, sie dirigierte auch die Produktion über die Herstellungsarbeiten der Reichsmarschall-Insignien schickte sie die Rechnung des Goldschmides Wandinger, der Buchbinderei Frieda Tirsch und der Graphikerin Franziska Kobel - " sowie meinem Honorarbewertung über Reichsmarschall-Urkunde und Kasette zur gefälligen Weiterleitung " an Berliner Amtsstellen.
Die Arbeiten, so schrieb Gerdy Troost,hätten " ein Höchstmaß von aufopfernden Einsatz" aller Beteiligten verlangt. " Als sie dann tatsächlich zum 50.Geburtstag des
Reichsmarschall fertig wurde und in das Führerhauptquartier kamen, war der Führer voller Freude und Begeisterung und sagte am Telophon , daß Urkunde und Kassette
das schönste Dokument der Weltgeschichte seien."


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« Antwort #38 am: So, 26. Dezember 2010, 13:44 »

Das Großkreuz


Das Großkreuz hatte einen Durchmesser von 65 mm bei einem Gewicht von 55 g. Klietmann gibt dagegen einen Durchmesser von 63 mm und ein Gewicht von 57 g an.
Dem Verfasser liegen zwei Protokolle vor , die beiden von einem Inhaberstück Görings ausgehen.

Protokoll Nr. 3375 vom 14.2.1980/Privatbesitz

Durchmesser 63,5 mm , 54,71 g, Randstärke 9 mm, Hakenkreuz 16,5 mm, erhaben bis zur Höhe der silbernen gerändelten Bordierung . Rückseitig auf dem oberen Kreuzarm Punze L/12 (Öse) 800 . Sprungring rechts unten gestemmpelt : 800

Protokoll Nr. 3375/v vom 8.3.1984 / Vorbesitzer Foreman Pikadilly

Durchmesser 63,0 mm , Hakenkreuz 16,5 mm erhaben bis zur Höhe der silbernen gerändelten Bordierung. Rückseitig auf dem oberen Kreuzarm Punze L/12 (Öse) 800. Sprungring rechts unten gestemmpelt : 800

Die Authentität beider Stücke ist warscheinlich, kann aber nicht belegt werden.Hersteller beider Stücke war in beiden Fällen die Fa.C.E.Junker,Berlin. Göring besaß mehrere Exemplare, die Rede ist von 12 Stücken(!) Anfertigungen, darunter eine Onyx. Ein weiteres Stück soll beim Brand von Karin Hall in der Schorfheide vernichtet worden sein.Vier weitere sind im laufe der Jahre mit entsprechenden Zuschreibungen im internationalen Handel aufgetaucht und ein unstrittiges Original befindet sich in West Point/USA.
Nach der Verordnung vom 1.9.1939 sollte das Großkreuz einen silbervergoldeten Rand haben. Musterstücke dieser Art wurden angefertigt. Sie hatten einen Durchmesser von 63 mm und ein Gewicht von 51 g. Ausgegeben wurde jedoch ein Großkreuz mit silbernem Rand. General Jodl vermerkte dazu in seinem Tagebuch:
" Führer hat Bedenken gegen das Eiserne Kreuz in Gold, da es ein Verlassen der Tradition bedeutet." Offensichtlich hat man jedoch mit der Vergoldung der Fassung experimentiert. Im "Uniformen-Markt" Nr.21 von 1939 findet sich folgende Notiz: "Das Großkreuz des Eisernen Kreuzes hat , wie wir in Ergänzung unserer Meldungen auf S.281 und 288 mitteilen, eine silbernen und einen goldenen Rand,und zwar ist der erhöhte , geriffelte Rand silbern und nur der flache äußere Rand vergoldet."Das deckt sich mit dem hier abgebildeten Exemplar eines der 10 Prototypen mit beigefügter Expertiese eines Juweliers und Goldschmiedemeisters vom 24.2.1985:
"...Bandring und geriffeltes Umkreuz aus Silber .Das Außenkreuz ist Silber vergoldet."
Das schwarz/weiß/ rote Band hatte eine Breite von 57 mm, weicht also von den vorgeschriebenen 60 mm Breite geringfügig ab.
Zum Großkreuz-Muster mit vergoldetem Rand gehörte ein Etui aus dukelblauem Kaliko in den Abmessungen 135x175x25 mm . Der Deckel war mit mit weißem Satin ausgeschlagen, die Auflage für das Kreuz aus schwarzem Samt. Als Verschluß diente ein goldfarbener Knopf.


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« Antwort #39 am: So, 26. Dezember 2010, 13:56 »

Der Stern zum Großkreuz


Analog zum "Blücherstern" 1815 und zum "Hindenburgstern" 1918 wurden auch Sterne zum Großkreuz des Eisernen Kreuzes von 1939 auf Betreiben der Ordenskanzlei angefertigt.Dabei wurde ein originales Eisernes Kreuz 1.Klasse auf einen silbervergoldeten Sternkorpus aufgelegt. Eine offizielle Stiftung dafür liegt nicht vor, eine Verleihung fand ebenfalls nicht statt. Ein derartiger Stern wurde 1945 in Österreich auf Schloß Klessheim von amerikanischen Truppen erbeutet und befindet sich jetzt im Westpoint/USA. Zum Stern gehörte ein Etui aus kirschrotem Maroquinleder mit einem aufgelegten originalen Eisernen Kreuz1.Klasse.Der Deckel war innen mit weißer Seide und die Auflage mit schwarzem Samt ausgeschlagen . Geöffnet wurde das Etui mit einem kleinen vergoldeten Druckverschluß.


Grüße Hubert
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